Airlines ab München: Terminal, Satellit und was das Drehkreuz für Sie ändert

In München entscheidet Ihre Fluggesellschaft auch darüber, wo Ihr Reisetag anfängt. Zwischen Terminal 1 und Terminal 2 liegen ein paar Hundert Meter, eine eigene Sicherheitskontrolle und im Zweifel eine halbe Stunde, die Ihnen später fehlt. 2025 boten hier 91 Fluggesellschaften regelmäßige Verbindungen an, zu 232 Zielen in 72 Ländern.

Warum München anders gebaut ist als andere deutsche Flughäfen

Frankfurt kennt man als Lufthansa-Drehkreuz. München ist das zweite — und hier reicht die Sache tiefer als bei einem Mietverhältnis. Terminal 2 und das Satellitengebäude gehören dem Flughafen München und der Deutschen Lufthansa gemeinsam, im Verhältnis 60 zu 40. Gebaut, betrieben und bezahlt haben beide zusammen, seit 2003; im Mai 2026 wurde die Partnerschaft per Memorandum bis 2056 verlängert. Deshalb ist die Trennung hier so sauber: Terminal 2 ist Lufthansa-Gebiet samt Star-Alliance-Partnern, alles andere startet aus Terminal 1.

Welches Terminal für welche Airline gilt

Terminal 2, Check-in auf den Ebenen 03 und 04: Lufthansa, Discover Airlines, Austrian, SWISS, Brussels Airlines, LOT, TAP Air Portugal, Luxair, Air Dolomiti, KM Malta Airlines, EGYPTAIR, Aegean, Air Canada, Air China, ANA, ITA Airways, Thai Airways, United, Singapore Airlines, EVA Air — und Eurowings, was viele überrascht, weil sie in Terminal 1 gesucht wird. Umgekehrt gilt: Lufthansa-Abflüge nach Tel Aviv gehen ab Terminal 1, Modul F.

Terminal 1 ist in Module gegliedert; sie stehen auf den Anzeigen:

AirlineModul
CondorT1 D
SunExpressT1 C
TUIflyT1 Z
Pegasus AirlinesT1 C
easyJet, Air ArabiaT1 Z
Turkish Airlines, AJet, Air CairoT1 A
enter air, SundAir, AlbaStar, NouvelairT1 C
Freebird AirlinesT1 B (Freebird Europe: T1 C)
Emirates, Etihad, American, Delta, Cathay, Oman Air, Saudia, Royal Air MarocT1 B
Qatar Airways, British Airways, Aer Lingus, Gulf AirT1 A
Air France, KLM, Iberia, Vueling, Icelandair, Air EuropaT1 D

Bei den Ferienfliegern weist der Flughafen ausdrücklich darauf hin, dass sich der Check-in-Bereich ändern kann. Am Abflugtag gelten die Anzeigen im Terminal.

Der Satellit und die Bahn darunter

Seit April 2016 hat Terminal 2 einen Ableger draußen auf dem Vorfeld. Dorthin bringt Sie eine unterirdische Bahn: 382 Meter, alle zwei bis vier Minuten, Fahrzeit unter einer Minute.

Der Gewinn liegt aber nicht in der Fahrt. Der Satellit hat 27 gebäudenahe Flugzeugpositionen — Sie steigen über die Fluggastbrücke ein, statt in einen Bus zu klettern und draußen eine Treppe hochzusteigen. Mit Kindern und Handgepäck merkt man das.

Der neue Pier an Terminal 1

Seit dem 21. April 2026 hat auch Terminal 1 einen modernen Teil: ein 360 Meter langer Pier für 665 Millionen Euro, mit zwölf neuen Flugzeugpositionen, sechs davon für Großraumjets bis zum A380. Bedient wird dort überwiegend der Non-Schengen-Verkehr, also Emirates, Etihad, American Airlines, Delta und Qatar Airways. Praktisch für Sie: Die Sicherheitskontrolle im Pier arbeitet durchgängig mit CT-Scannern — was das ändert, steht weiter unten.

42 Prozent Umsteiger — beide Seiten der Medaille

Fast jeder zweite Passagier in München steigt nur um: Der Umsteigeranteil lag 2025 bei 42 Prozent, bei 43,4 Millionen Passagieren. Für Ihren Urlaubsflug ist das gut. Wo täglich so viele Maschinen starten, findet sich bei einem Ausfall eher eine Ausweichmaschine als an einem Flughafen, von dem Ihre Airline zweimal pro Woche abhebt. Die Kehrseite spüren Sie am Boden: volle Hallen in der Ferienzeit und längere Wege.

Umsteigen in München: T1 und T2 sind zwei Häuser

Wenn Ihr Anschluss das Terminal wechselt, gehen Sie nicht einfach um die Ecke. Zu Fuß ist der Weg zwar möglich, der Flughafen empfiehlt ihn aber nicht, weil Sie danach erneut durch die Sicherheitskontrolle müssen. Nehmen Sie den kostenlosen Shuttlebus.

Beim Gepäck arbeitet München Umsteigern zu: Koffer von Umsteigern werden zuerst ausgeladen. Entscheidend bleibt, wie Sie gebucht haben. Steht alles auf einem Ticket, kalkuliert die Airline die Umsteigezeit selbst ein. Bei zwei getrennt gebuchten Flügen planen Sie Wege, Kontrolle und die neue Gepäckaufgabe selbst — und tragen das Risiko auch.

Vorabend-Check-in: den bieten in München genau zwei

Für Frühflieger die nützlichste Angabe auf dieser Seite. Ihren Koffer nimmt am Vortag nur Lufthansa (samt der über Lufthansa abgefertigten Partner) am Check-in in Ebene 04, täglich von 4:15 bis 21:00 Uhr, ab 23 Stunden vor Abflug. Dazu Condor am Schalter D137, nur zwischen 18:00 und 20:00 Uhr, dafür für Abflüge des kompletten Folgetages.

Bei allen anderen steht im Flugplan ein Strich. Und manche Airlines lassen den Vorabend-Check-in nur zu, wenn Sie am Reisetag ausschließlich mit Handgepäck kommen.

Flüssigkeiten: in München zählt die Kontrollstelle

Hier kursieren zwei Halbwahrheiten, und beide sind für München falsch. „Immer nur 100 ml" stimmt nicht. „In München darf man zwei Liter mitnehmen" stimmt genauso wenig.

Richtig ist: Es hängt an der Kontrollstelle, an der Sie stehen. 18 Kontrollstellen in Terminal 1 und 2 sind mit CT-Scannern ausgerüstet, im neuen T1-Pier ist die Kontrolle durchgängig damit ausgestattet. Wo ein CT-Scanner steht, sind Flüssigkeiten bis zu zwei Liter je Behältnis erlaubt, und Laptop wie Tablet dürfen in der Tasche bleiben. An den übrigen Stellen gilt weiter die alte Regel: 100 ml je Behältnis, zusammen höchstens ein Liter, alles im durchsichtigen Beutel.

Vorher wissen Sie nicht, wo Sie landen. Packen Sie den Beutel also griffbereit.

Der Rest in Kürze

Gepäck regelt die Fluggesellschaft, nicht der Flughafen. Bei einem Pauschalpaket steckt der Koffer meist im Preis, beim nackten Flugtarif eher nicht. Maße und Sperrgepäck stehen hier:

Check-in und Gepäck am Flughafen München

Zwei Namen auf der Buchung (Codeshare) sind Alltag. Maßgeblich ist die Gesellschaft, die tatsächlich fliegt — nach ihr richten sich Freigepäck und Terminal.

Wenn etwas schiefgeht: Bei Abflügen in der EU greifen die Fluggastrechte gegenüber der Airline; Umfang und Höhe hängen von Streckenlänge und Dauer ab. Bordkarte aufheben. Wer ein Paket gebucht hat, meldet sich zusätzlich beim Veranstalter.

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Häufige Fragen

Aus welchem Terminal startet meine Airline in München?

Lufthansa und die Star-Alliance-Partner aus Terminal 2 und dem Satelliten, alle übrigen aus Terminal 1. Eurowings ist die Ausnahme: Sie checkt in Terminal 2 ein.

Kann ich meinen Koffer in München schon am Vortag abgeben?

Nur bei Lufthansa (Ebene 04, 4:15 bis 21:00 Uhr, ab 23 Stunden vor Abflug) und bei Condor (Schalter D137, 18:00 bis 20:00 Uhr, für den gesamten Folgetag). Alle anderen nehmen Gepäck erst am Reisetag an.

Gilt in München die 100-ml-Regel für Flüssigkeiten?

Das kommt auf die Kontrollstelle an. An den 18 Stellen mit CT-Scanner sind bis zu zwei Liter je Behältnis erlaubt, sonst bleibt es bei 100 ml im Beutel.

Wie komme ich zum Satelliten?

Mit der unterirdischen Bahn ab Terminal 2, alle zwei bis vier Minuten, Fahrzeit unter einer Minute.

Wie wechsle ich zwischen Terminal 1 und Terminal 2?

Mit dem kostenlosen Shuttlebus. Zu Fuß geht es zwar, der Flughafen rät aber davon ab, weil Sie anschließend erneut durch die Sicherheitskontrolle müssen.

Was hat der neue Pier an Terminal 1 gebracht?

Seit dem 21. April 2026 zwölf zusätzliche Flugzeugpositionen und eine Kontrolle komplett mit CT-Technik. Dort fertigen unter anderem Emirates, Delta und Qatar Airways ab.

Steigen viele Passagiere in München nur um?

2025 waren es 42 Prozent. Für Sie heißt das mehr mögliche Ausweichflüge bei einer Störung, aber volle Terminals in der Hauptreisezeit.

Woher weiß ich, welche Gesellschaft meinen Flug durchführt?

Aus den Reiseunterlagen. Die ausführende Airline bestimmt Freigepäck und Terminal, auch wenn Sie unter einem anderen Namen gebucht haben.